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Zum Dorf

idyllisch und pittoresk

Das im 13. Jahrhundert entstandene Angerdorf Garrey befindet sich im Landstrich „Hoher Fläming“. Dieser hat seinen Namen von den Flamen, die die Gegend aufgrund von Sturmfluten in der Heimat Flandern im 12. Jahrhundert besiedelten. Der Begriff „Fläming“ prägte erst im 19. Jahrhundert diesen geologisch betrachtet eiszeitlich geformten Höhenzug, der sich von Magdeburg in östlicher Richtung bis zur Dahme erstreckt. Besonders in Garrey wird deutlich, wenn vom „Hohen Fläming“ als dem „kleinsten Mittelgebirge Deutschlands“ gesprochen. Denn am westlichen Rand des beschaulichen Dorfes erstreckt sich eine hügelige Landschaft, die einen weiten Blick in die Ferne bietet.

Die im 14. Jahrhundert als rechteckiger Feldstein-Saalbau errichtete Dorfkirche befindet sich eingebettet zwischen der Alten Schule und der einstigen Schmiede auf dem Dorfanger. In Folge der Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) fiel das Dorf für eine Zeit lang wüst. 1681 kam es dann zu Wiederaufbauten auch der Kirche, wie die Inschrift der Bronzeglocke belegt. 1793 wurde der Kirchenturm erneuert. Ende des 19. Jahrhunderts erhielt das gesamte Kircheninnere eine neue  vielgestaltige Dekorationsmalerei. Die Emporen stammen ebenfalls aus dieser Zeit.  Der barocke Altaraufsatz mit einem Abendmahlsbild von Johann Amberger und das Chorgestühl stammen aus dem 17. Jahrhundert. Die hölzerne Kanzel mit Darstellungen der Evangelisten in den Feldern entstand wohl bereits Ende des 16. Jahrhunderts. An der Restaurierung der Wandmalerei im Jahr im Jahr 2015/16 durfte ich mitwirken.

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Südwestansicht der Feldsteinkirche aus dem 14. Jh.

Kircheninnenraum an Weihnachten

Gegenüber der Dorfkirche befindet sich die einstige Dorfkneipe mit Saal und Poststelle, die bis Anfang der 1970er Jahre als solche betrieben wurde. Im Jahr 2012 eröffnete nach Sanierungsarbeiten hier eine Pension mit Namen „Zum weißen Raben“. Diese bestand bis 2025 als das Haus durch mich erworben werden konnte. „Im gelben Salon“, wie ich das Haus umbenannt habe, finden sich weiterhin Gästezimmer mit Selbstversorgung für Wanderer, Radfahrer und Erholungssuchende. Alle Zimmer sind nach historischen Ansprüchen restauriert und gestaltet. Hier findet sich Raum und Zeit für Entschleunigung, künstlerische Inspiration und Kreativität. Der Garten, das „zusätzliche Zimmer“, grünt und blüht im spannungsvollen Wechsel mit alten Obstbäumen, Stauden, Nutzpflanzen und Sträuchern und bietet den Gästen des „gelben Salons“ die Möglichkeit zur Entschleunigung und zum Verweilen in der Natur. Gleich hinter dem Garten steht der historische Wasserturm über der hügeligen Landschaft aus Äckern, Feldern und Wäldern. Er wurde vor einigen Jahren saniert und durch eine Aussichtsplattform der ortsansässigen Metallbaufirma erweitert. Die Sanierungsarbeiten der Kirche und des Wasserturms sind engagierten Dorfbewohnern zu verdanken. Selbstgebackener Kuchen und Eis sowie ein schmackhaftes Mittag- oder Abendessen ist im Eiscafé Lehmann auf der anderen Seite des Dorfangers zu finden.

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Wasserturm mit Aussichtsplattform hinterm Garten

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Die Esel Oskar & Poldy bewachen den Wasserturm

Aussicht vom Wasserturm

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Ausblick vom Wasserturm hinterm Garten.jpg

Im Glanze des Sonnenuntergangs

Garrey besticht durch erholsame Ruhe, malerische Idylle und atmosphärische Beschaulichkeit. Eingebettet von grünenden und blühenden Feldern und alten Obstbaumalleen liegt es ruhig da und ist dennoch überaus belebt. Die Dorfgemeinschaft aus „Jung und Alt – Garrey halt!“ (Whatsapp-Gruppe) ist sehr aktiv. Zu ihr gehören die Nachbarorte Zixdorf und Wüstemarke. So finden das gesamte Jahr über gemeinschaftliche Aktivitäten wie Fastnachten mit Kindertanz, Osterfeuer, Dorfputz, Maibaumaufstellen, Dorffest, Herbstfeuer, Weihnachstbaumaufstellen und Knutfeuer statt, organsiert und ausgeführt durch die Freiwillige Feuerwehr und den Heimatverein sowie hilfsbereiten Dörflern. Darüber hinaus helfen und unterstützen  sich die Bewohner auch in anderen Belangen gegenseitig.

Garrey ist trotz seiner ruhigen Lage und scheinbaren Abgeschiedenheit dennoch gut angebunden.

7 Minuten bis Niemegk (Supermärkte wie Netto, Norma, Nahkauf, Döner-Imbiss, Freibad, Tankstelle)

25 Minuten bis Bad Belzig o. Wittenberg (Supermärkte, Freibad, Therme, Sauna, Kino, Schloss und Burg, Restaurants etc)

45 Minuten bis Potsdam Einkaufsmöglichkeiten, Park und Schloss Sanssouci uvm. Museen etc.

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Blick in den Garreyer Kessel

leuchtende Rapsfelder - pittoreske Motive

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Dorfteich

Garreyer Weite

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